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Ich will Teppiche machen, die wie ein einziger Webfehler aussehen.
Ins Ungewisse arbeiten und der Ahnung der Idee folgen;
versuchen, richtig zu schließen.

Klischees zu erkennen suchen und sie zu brechen,
mit Stimmigkeit auf der Fläche und in den Farben?

Die Sache mit der Wolkenbildung und der Freiheit,
sich selbst etwas zu denken.
Gegenüber Eingebungen offen sein,
auch wenn sie seltsam anmuten und nicht "textil".
Der Natur folgen.
Gewebte Skizzen - aus Stoffen "von überallher".
Gelebte Skizzen.

Arbeitsnotiz H. H., Nov. '94

1949 in Zwickau/Sachsen geboren
1952   Großenhain / Sa
1966   Facharbeiterzeugnis "Maschinenschlosser"
1966 - 69   Dreherin, Abendabitur
1969   Berlin
1969 - 72   Film-Kamera-Assistentin beim Deutschen Fernsehfunk
1972 - 78   Filmtheater-Leiterin
1972 - 78   Fernstudium "Staatlich geprüfter Filmeinsatzleiter"
Fachschule f. Klubhausleiter "M.A.Nexö", Meißen
1976   Geburt des Sohnes Julius
1983 - 90   Galerietätigkeit "Galerie Mitte", Reinhardtstr.
1991 - 92   Studium Kulturmanagement, Kulturakademie
ab 1993   verschiedene kulturelle Projektarbeit
     
seit 1984   künstlerische Stoffweberei - Teppiche
seit 1991   Mitglied im Künstlerverband BBK als
Textilkünstlerin
seit 2003   Mitglied in der GEDOK Brandenburg
seit 2003   Textilobjekte, Fotografie, Materialdruck, Kaltnadel, Objekt
    lebt und arbeitet in Berlin
   

"...Die spezifischen Grundelemente ihrer Gestaltung liegen in der
organischen Vereinung von ornamentaler Bindung, klarer innerer Struktur
einerseits und der frei schwingenden Form, dem individuell geprägten
Detail andererseits.
Diese häufig auf elementare Vorgänge in der Natur bezogenen
Teppiche sind überzeugende Gestaltungen innerhalb
der dekorativen Kunst..."
Fritz Jacobi, 1994

"...Die alte Leidenschaft von Helga Höhne, beim Weben
der Natur zu folgen, dem Zufall zu trauen,
lediglich nur einer Ideen-Spur nachzugehen
– drängt sie zu jener bildhaften Form, die fernab
vom `Textilen` beheimatet ist.
Seit sich das traditionelle rechteckige Format für sie
abgearbeitet und erschöpft hat,
ist es der `freudvolle Schreck` über die überaus
geeignete Aura von weggeworfenen,
liegengelassenen–verlebten Versatzstücken
aus irgendeinem Alltag, die sie auf ihrem Weg findet,
und die den neuen Teppichen ihre Kontur leihen...."...
Petra Hornung, 2006

Ihre textilen Arbeiten entstehen nicht als Umsetzung ausgefeilter Entwürfe, sondern nach skizzenhaften Notaten in freier Gestaltung - so ist der Entstehungsprozeß der Malerei vergleichbar, jedoch gebunden an "textiles" Festgelegtsein.
K.-F. Schmalwaßer, Galerie im Turm, Berlin

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